Sonata Tanguera no.1 Buenos Aires en llamas
Buenos Aires en Llamas wurde durch die Revolution der Kochtöpfe, welche im Dezember 2001 in Argentinien durch eine instabile und politisch unmoralische Situation ausgelöst wurde, inspiriert. Dieses Werk drückt das damalige Gefühl von Leiden und Hoffnung der Bevölkerung aus. Das Wechselbad der Gefühle aus Angst, Zorn, Machtlosigkeit, Mut und Endzeit seitens der Bevölkerung finden sich hier in hörbaren Bildern wieder. Es ist eine Hommage an die direkte Teilnahme der Bevölkerung zur Schaffung von Demokratie..
Die Tango-Sonate ist eine Neuentwicklung Aguirres aus der traditionellen Sonate heraus. Der Komponist bedient sich der Struktur des ersten Satzes, wobei die einzelnen Fragmente ausgegliedert werden und so den Formrahmen schaffen, der es ihm ermöglicht einen plastisch narrativ Erzählungsbogen zu spannen.
Diese Suche nach einer Grundstruktur, die eine dynamische Entwicklung und Variation des Ausdrucks ermöglicht, findet seine vollkommenste Umsetzung in der Tango- Sonate:
1. Satz: Exposition Thema A
2. Satz: Übergang
3. Satz: Exposition Thema B
4. Satz: Durchführung
5. Satz: Reprise und Kadenz
6. Satz: Coda
Basierend auf dieser klassischen Struktur und mit einem Harmoniekonzept, das sich chromatischer und Ganzton- Skalen, sowie deren Modulation bedient, entfaltet sich die Musik voller Verzierungen in mitten eines ästhetischen Konzepts mit Ausrichtung an einer Zusammenfügung verschiedener Stillrichtungen und wird spielerisch variiert. Dieses Kaleidoskop von hörbaren Sinneseindrücken, voller Leichtigkeit und wiederkehrenden Motiven, ist in seiner ersten Tango-Sonate Buenos Aires en Llamas auf beeindruckende Weise präsent.
| LVB-PA 041 |
Sonata Tanguera no.1 Buenos Aires en llamas Klavier, Querflöte, |
Mehr Informationen über den Komponisten
Pablo Aguirre
Pablo Aguirre wurde 1961 in Buenos Aires (Argentinien) geboren. Der Pianist und Komponist studierte Klavier am Konservatorium von Buenos Aires, Musikpädagogik an der Universität CAECE in Buenos Aires (Argentinien), Klavier bei Dr. Guillermo Graetzer und Roberto Caamaño und Komposition und Orchestrierung bei Manolo Juárez und Lito Valle.
Er vereinigt in seiner Musik zwei in der argentinischen Kultur tief verwurzelten musikalischen Stilrichtungen - zum Einen die europäische klassische Musik, zum Anderen den Tango. Aguirres Musik versteht sich als eine innovative Weiterentwicklung der klassischen Tradition, ist aber ebenso eine Fortsetzung von Piazzollas Erneuerungen des Tangos.
Die treibende Kraft des Komponisten beruht auf dessen innerem Bedürfnis, eine musikalische Ausdrucksform seiner kulturellen Identität zu schaffen. Aguirre wurde mit namhaften Preisen wie z.B. dem Preis "Estímulo a la Creación" (Förderung der Kreativität) des Fondo Nacional de las Artes (2008, 2004 und 1997) und dem Ersten Preis der Universität Belgrano in der Kategorie Folklorefusion (1987) ausgezeichnet.















